Äpfel als Heilmittel

Äpfel zählen - nicht nur wegen Adam und Eva - zu den ältesten Kulturfrüchten. Funde von wilden Äpfeln soll es bereits 6500 v. Chr. im heutigen Anatolien gegeben haben. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer schätzten den Apfel und gaben ihn Verstorbenen mit auf ihre letzte Reise.

Auch die Wissenschaft lobt die Qualitäten des Apfels. Ein Sprichwort sagt, ein Apfel am Tag hält den Arzt fern, besser sind bis zu drei. Der regelmäßige Verzehr der vitalstoffreichen Früchte stärkt das Immunsystem, hilft beim Abnehmen, beugt Asthma vor, schützt vor Krebs, reinigt die Leber, saniert die Darmflora und ist sogar gut fürs Gehirn. Im Apfel stecken viele starke Antioxidantien mit entzündungshemmender Wirkung, die im Körper das Risiko von oxidativem Stress, Diabetes, Krebs, Asthma sowie Fettstoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Störungen reduzieren.

Äpfel stellen ferner bioaktive Komponenten zur Verfügung, die bei der Minderung des Risikos für neurodegenerative Störungen eine wichtige Rolle spielen und damit gegen Alzheimer, Parkinson und Demenz vorbeugen.

Als altes Hausmittel sind Äpfel auch bei entzündlichen Gelenkschmerzen hilfreich und unterstützen bei Verstopfung und Durchfall durch die enthaltenen Flavonoide die Darmzellen beim Abbau und der Abwehr giftiger Substanzen.

Allerdings variiert die Zusammensetzung der wirksamen Substanzen je nach Apfelsorte, Reifeprozesses und Lagerung. Die Verarbeitung der Früchte zu Kompott, Apfelmus oder gekochten Säften hat ebenfalls Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Substanzen, daher sollten Äpfel nie gekocht werden.

Aber welcher Apfel ist nun der Beste unter den vielen Apfelsorten? Alte Sorten von Streuobstwiesen sind gesünder, da sie weniger Pestizide benötigen und besonders reich an Polyphenolen sind. Sie schmecken aromatisch, würzig und süß-säuerlich. Zu den herben Apfelsorten gehören beispielsweise der Boskoop, der Cox Orange, die Renetten, die Goldparmäne und die Gewürzluiken. Diese findet man allerdings weniger im Supermarkt, vielmehr im Gemüse- und Biomarkt, der Baumschule oder direkt beim Bauern.

Beim Verzehr ist es wichtig, die Äpfel mit Schale zu essen, da sich dort die meisten Polyphenole, Flavonoide, Vitamine und Ballaststoffe befinden. Lediglich Vitamin C findet sich im Fruchtfleisch in größeren Mengen als in der Schale. Die Früchte sollten roh gegessen oder in den Smoothie gemixt werden. Beim Entsaften oder Verkochen zu Mus oder Kompott gehen ansonsten viele der wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

Übrigens macht der Apfel auch müde Sportler wieder munter. Denn beim Schwitzen verliert der Körper Kalium, ein wichtiger Mineralstoff. Der Apfel gibt uns schnell wieder Kraft und ist obendrein auch als Durstlöscher geeignet, da er zu 85 Prozent aus Wasser besteht.


Apfelkuchen

Wir haben für Dich ein besonderes Rezept für einen Apfelkuchen: fettarm, super fruchtig, saftig und ganz schnell zubereitet!

Zutaten:

3 Äpfel, 2 Eier, 80g Zucker, 100ml Milch, 110 g Mehl, 1 Prise Salz, 10g Backpulver, Zimt und Zucker zum Bestreuen


Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- Unterhitze vorheizen
  2. Eine Springform einfetten
  3. Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden
  4. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen (Handrührgerät) und die Prise Salz dazu geben
  5. Milch zur Eier-Zucker-Masse gießen und Mehl und Backpulver hinzufügen. Gut vermengen.
  6. In den Teig etwa 2/3 der Apfelscheiben unterheben.
  7. Den Teig in die Springform geben und glattstreichen und die restlichen Apfelscheiben auf den Teig legen.
  8. Im Ofen 30-35 Minuten backen (Stäbchenprobe!)
  9. Kuchen mit Zucker und Zimt bestreuen und ihn dann auskühlen lassen.